Aus einem alten Feuerwehrschlauchwagen wird ein Spielhaus
- vor 5 Tagen
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Aus einem alten Feuerwehrschlauchwagen entstand eine besondere Idee: Ein Spielhaus sollte gebaut werden!

Zu Beginn wurden in der Gruppe Ideen gesammelt, Wünsche besprochen und gemeinsam überlegt, was realistisch umsetzbar ist. Einige Kinder hatten sogar die Idee, einen Motor einzubauen. Mit einem Modell wurden die ersten Vorstellungen sichtbar und die räumliche Planung erleichtert.
Für den Bau wurde natürlich Material benötigt. Deshalb wurde ein Spendenaufruf gestartet:
„Wir brauchen Holz für ein Spielhausprojekt! Wer hat Holz, das nicht mehr gebraucht wird?“
Die Resonanz war überwältigend: Es kam ganz viel Holz zusammen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die das Projekt mit ihren Holzspenden unterstützt haben!
Dann konnte der Bau beginnen. Zuerst wurde der alte Wagen von allem befreit, was beim Bau im Weg war.

Ein stabiler Boden wurde eingebaut, darauf entstand das Gerüst aus Balken. Anschliessend folgten die Bretterverschalung, das Dach, die Türe und die Fenster.

Wie wird das Spielhaus wetterfest?
Diese wichtige Frage begleitete den Bau. Das Dach erhielt eine Unterdachpappe und wurde anschliessend gedeckt. Auch bei der Konstruktion musste darauf geachtet werden, dass das Haus stabil gebaut ist und möglichst gut vor Wind und Wetter geschützt wird.
Zum Schluss wurde das Spielhaus gestrichen und der Innenraum mit einem Fussboden, einem Bänkli und Tablaren gemütlich eingerichtet. Ein Geländer machte das Spielhaus komplett.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Besonders engagiert waren zwei Mädchen, die das Projekt mit viel Ausdauer, Geschick und Kreativität vorantrieben und massgeblich am Bau des Spielhauses beteiligt waren.



Lernen beim Bauen
Ein solches Projekt zeigt eindrücklich, wie viel Lernen in einem konkreten Vorhaben steckt. Am Objekt wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern erlebt, ausprobiert und unmittelbar angewendet.
Beim Bauen entstehen ganz automatisch Fragen: Wie wird etwas stabil? Was braucht es, damit es hält? Wie muss gemessen werden? Welcher Arbeitsschritt kommt als Nächstes? Was tun, wenn das Material nicht reicht? Und wie lässt sich eine Idee verändern, wenn sie in der Realität nicht funktioniert?
Dabei wurden zahlreiche Kompetenzen ganz praktisch entwickelt:
Teamarbeit: gemeinsam planen, Entscheidungen treffen und sich gegenseitig unterstützen
Arbeitsorganisation: Arbeitsschritte planen und sinnvoll aufeinander abstimmen
Motorik und Körperkoordination: sägen, hämmern, bohren und auf den Wagen klettern
Räumliches Vorstellungsvermögen: aus einzelnen Balken und Brettern ein dreidimensionales Haus entstehen lassen
Statik: immer wieder überlegen: „Hält das, was hier gebaut wird?“
Mathematik: messen, anzeichnen und Flächen berechnen
Umgang mit knappen Ressourcen: mit dem vorhandenen Material sorgfältig umgehen und kreative Lösungen finden
Wetterfestigkeit: überlegen, wie Holz und Konstruktion vor Regen und Witterung geschützt werden können
Sicherheit: Werkzeuge und Maschinen sicher und verantwortungsvoll einsetzen

Doch die vielleicht wichtigsten Erfahrungen lassen sich nicht in einer Liste festhalten.
Beim Bauen lernen Kinder, dass grosse Vorhaben aus vielen kleinen Schritten bestehen. Dass nicht alles auf Anhieb gelingt. Dass Fehler zum Lernprozess gehören. Dass es manchmal neue Ideen und kreative Lösungen braucht. Und dass sich Ausdauer lohnt, wenn am Ende etwas entsteht, das vorher nur als Idee im Kopf existierte.
So wurde aus einem alten Feuerwehrschlauchwagen ein einzigartiges Spielhaus – entstanden aus einer Idee des TTG-Teams, mit grossem Engagement zweier Mädchen und dank der grosszügigen Holzspenden vieler netter Menschen.
Das ist die schönste Form des Lernens: eine Idee im Kopf zu haben, sie mit den eigenen Händen Wirklichkeit werden zu lassen – und am Ende stolz auf das zu sein, was gemeinsam entstanden ist.
Ein herzliches Dankeschön geht an das Papillon TTG-Team, das die beiden Mädchen während des Projekts mit viel Fachwissen und Engagement begleitet hat.




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